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  • 01.01.2021

Kaputter Reifen, Angst oder Sorgen, in der Notinsel ist man erst mal geborgen! Karikatur: H. Schwarze-Blanke Eine Zufluchtsstätte vor den großen, bösen Jungs, ein Pflaster fürs aufgeschürfte Knie, eine Telefonzelle, wenn das Fahrrad kaputt ist – die Gründe, eine Notinsel aufzusuchen sind vielfältig. Was für die Geschäftswelt und Erwachsene vielleicht alltäglich zu sein scheint – einfach in den Laden gehen und um Rat oder Hilfe bitten – ist für Kinder oft nicht so einfach. Selbst hier auf dem Dorf gehen hilfesuchende Kinder nicht einfach durch die nächste Ladentür, wenn sie Hilfe brauchen. Eine Hilfestellung soll dabei das Projekt Notinsel geben. Mit einem kinderfreundlichen Aufkleber werden auch in Neuenkirchen Geschäfte signalisieren, dass die Tür für Hilfesuchende immer – während der Öffnungszeiten – offen steht. So sehen die Aufkleber der „Notinseln“ aus. In diesen Geschäften wird unkompliziert geholfen. Am Dienstagnachmittag stellte Bürgermeister Franz Möllering – zugleich Schirmherr der Aktion in Neuenkirchen – zusammen mit Janis Große Wöstmann (Verkehrsverein), Gerda Goldbeck (Sozialamtsleiterin) und Christof Beumer (Sparkasse) bei einem Pressegespräch das Projekt vor. Bereits Ende Mai wurde im Sozialausschuss darüber informiert (Mitteilungsblatt berichtete). „Ich bin froh, dass wir das Projekt nun auf den Weg bringen“, sagte Möllering. In den nächsten Tagen werden die Aufkleber an den Türen der teilnehmenden Geschäfte angebracht. „Christof Beumer war einer der ersten, die sich nach der Berichterstattung gemeldet hatte“, berichtete Möllering. Und ganz nebenbei hat die Sparkasse sämtliche Gebühren, die zu Beginn nötig sind, übernommen. Immerhin rund 1000 Euro. „Wir haben schon einige, die mitmachen, aber ich gehe davon aus, dass sich noch weitere melden werden“, sagte Janis Große Wöstmann. Der erste Notinsel-Aufkleber prangt bereits an der Rathaustür, die Sparkasse, Optiker Holthaus, Schuhhaus Schütte, Druckerei Heuermann – zugleich Redaktion des Mitteilungsblattes – werden in Kürze folgen. „Dabei sind die Anforderungen an eine Notinsel nicht hoch“, erklärt der Verkehrsvereins-Geschäftsführer. Das Ladenlokal muss im Erdgeschoss liegen, regelmäßige Öffnungszeiten haben und dann jederzeit zugänglich sein. „Kosten fallen für die Teilnehmer keine an und auch Schulungen müssen die Mitarbeiter nicht über sich ergehen lassen“, so Große Wöstmann weiter. Und weiter: „Es reicht, wenn man sich einfach offen und freundlich um die ‚Not‘ der Kinder kümmert.“ Für alle Fälle gibt es eine kleine Handlungsanweisung, die an jeder Ladentheke Platz findet. Darauf sind auch wichtige Telefonnummern vermerkt. „Wer mitmachen will, meldet sich einfach in der Villa Hecking“, so Große Wöstmann. „Wichtig ist jetzt auch, dass die Kinder wissen, dass ihnen in den Notinseln geholfen wird“, ergänzt Goldbeck. Eltern, Großeltern, aber auch Schulen und Kindergärten sollten die Kinder auf diese Möglichkeit aufmerksam machen. Janis Große Wöstmann (v.l.), Gerda Goldbeck, Franz Möllering und Christof Beumer freuen sich, dass das Projekt nun umgesetzt wird. | Foto: Stefan Klausing

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News veröffentlicht am 01.01.2021

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