Der Kinderschutzbund startet Notinsel-Projekt in Satrup
Zum Weltkindertag am 20.09.2025 startet der Kinderschutzbund in Satrup das Projekt „Notinsel“.
Seit Monaten haben Dr. Uta Strewe und Anette Prinzler vom Kinderschutzbund dafür Gespräche geführt, Spenden gesammelt und für das Projekt geworben. Beide engagieren sich ehrenamtlich für den Kinderschutzbund.
„Die Resonanz hat uns immer wieder bestärkt. Wir freuen uns, dass es jetzt soweit ist,“ so Anette Prinzler. Unterstützer fanden sie unter anderem in der Gemeinde Mittelangeln, dem Arbeitskreis Satruper Unternehmer und dem Arbeitskreis Kinderschutz. Geschäfte, Praxen, Apotheken und öffentliche Einrichtungen haben sich bereits als Notinsel registriert. Auch die Kirchengemeinde Satrup ist dabei.
Damit Kinder noch sicherer in Satrup unterwegs sind, bilden die Notinseln ab sofort ein Netz von unkomplizierten Anlaufstellen für Kinder. Überall dort, wo das Logo der Notinsel an Eingangstüren oder Fensterfronten zu sehen ist, finden Kinder Unter-stützung und Hilfe in kleinen und großen Notsituationen. Die Mitarbeiter in den Notinseln sind entsprechend instruiert, sie nehmen die Kinder ernst, leisten konkrete Hilfe, kontaktieren die Eltern und alarmieren im Notfall auch die Polizei.
„In den meisten Fällen sind es kleinere Probleme, warum Kinder eine Notinsel aufsuchen“, berichtet Jerome Braun, der Initiator des Projektes und Geschäftsführer der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel. Notinseln helfen bei einem verlorenen Schlüssel, einem aufgeschlagenen Knie oder einem verpassten Bus, sind Zufluchtsort, wenn Kinder auf dem Weg zur Schule geärgert oder verfolgt werden oder Angst vor anderen Kindern oder Erwachsenen haben. Seit 2002 gibt es das bundesweite Projekt bereits und wird mittlerweile in 260 Städten und Gemeinden umgesetzt. Satrup kommt nun als bundesweit nördlichster Projekt-Standort dazu.
„Mit dem Projekt „Notinsel" stärken wir die Sicherheit von Kindern im Alltag. Außerdem rücken wir den Kinderschutz in den Blickpunkt der Öffentlichkeit“ ergänzt Dr. Uta Strewe, die ehrenamtlich die Außenstelle des Kinderschutzbundes in Satrup leitet. „Es geht ganz konkret darum, dass Kinder wissen: Ich bin nicht allein – hier bekomme ich Hilfe. Und es geht darum, dass wir alle für den Kinderschutz sensibilisiert werden.“
Auch die Gemeinde Mittelangeln ist vom Projekt überzeugt und hat den i-Punkt und das Amtsgebäude als Notinseln registrieren lassen. Bürgermeisterin Britta Lang betont: „Kinder sind unsere Zukunft. Es ist unsere Verantwortung, ihnen eine sichere Umgebung zu bieten – mit dem Projekt „Notinsel“ gehen wir einen wichtigen Schritt in diese Richtung und profilieren Mittelangeln zudem weiter als kinder- und familienfreundliche Gemeinde.“
Alle registrierten Notinseln in Satrup können auf der Webseite des Notinsel-Projektes abgerufen werden. Eltern können mit ihren Kindern so sichere Schulwege planen.
Interessierte Einrichtungen in Satrup, die Notinsel-Partner werden möchten, können sich beim Kinderschutzbund vor Ort melden.